Ben Becker – verschoben auf 7.9.2021 2020-10-06T12:49:28+00:00

Project Description

Verschoben auf den 7. September 2021, ursprünglicher Termin: Sonntag 25.10.20

„Die Menschwerdung des Affen“ ist eine Geschichte des Fortschritts – und eine beispiellose Geschichte der Zerstörung. Derzeit ist die Geschichte geprägt von einem kulturellen Stillstand.
Covid-19 und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen machen es leider auch für Ben Becker und sein Team unmöglich, die Premierentournee im Herbst 2020 rechtzeitig vorzubereiten und durchzuführen. Wir freuen uns aber mitteilen zu können, dass für jede Show ein Ersatztermin im Herbst/Winter 2021 gefunden werden konnte. Dies schafft für das Publikum eine Planungssicherheit und soll ihnen einen unbeschwerten Veranstaltungsabend im kommenden Jahr ermöglichen. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit, ein Umtausch ist nicht erforderlich.“

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Ben Beckers neue Inszenierung „Affe“ stellt die existentiellen Fragen nach der menschlichen Natur –
Die Premiere findet vom 18. bis 20. Februar 2020 im Admiralspalast Berlin statt.

Nach dem überwältigenden Erfolg von „Ich, Judas“, in dem Ben Becker seit 2015 eine einzigartige
Performance in stets ausverkauften Häusern bietet, folgt nun das neue, eindrucksvolle Programm des
Ausnahme-Schauspielers.

Die Menschwerdung des Affen ist eine Geschichte des Fortschritts – und eine beispiellose Geschichte der
Zerstörung. Die Beherrschung der Natur durch Wissenschaft und Technik, die mit dem aufrechten Gang
und der Herrschaft über das Feuer begann, führt uns zu einer rücksichtslosen Ausbeutung aller Ressourcen.

Mit „Affe“ (Regie & Schauspiel: Ben Becker) stellt sich Ben Becker den großen Themen unserer Zeit: dem
Verhältnis Mensch und Tier, Zivilisation und Natur, Freiheit und (Selbst-)Zerstörung. Auf den Spuren der
Frage, wo kommen wir her, wo gehen wir hin, führt Becker uns zurück zu den Gedanken von Engels und
Kafka und wagt den Versuch die menschliche Hybris und Überheblichkeit zu ergründen; die Ursachen aller
menschengemachten Katastrophen. Auf dieser Suche begegnen wir, mit einem schonungslosen Blick, uns
selbst, als einer Gattung, die ihre eigenen Ursprünge vergessen hat. Ben Becker führt uns zurück zu den
Gedanken von Engels und Kafka und wagt den Versuch, die menschliche Hybris und Überheblichkeit als
Ursache aller menschengemachten Katastrophen zu ergründen.

Becker geht mit „Affe“ dahin, wo es existentiell wird – wie zuletzt in „Ich, Judas“, seinem Sensationserfolg
mit weit mehr als 150.000 begeisterten Zuschauern. Eine „Offenbarung“, hieß es in den sich
überschlagenden Pressestimmen, die durchweg die Ausnahmestellung von Ben Becker unterstreichen.
Nicht nur als charismatischem Schauspieler, sondern als einem Kämpfer für seine Figur und Sache, einem
Drahtseilakteur, der die Schallmauer durchbricht vom Spiel zum Sein.

Auf das Thema Verrat und Schuld folgt nun die existentielle Frage nach der menschlichen Natur. Niemand
geringerer als Franz Kafka hat mit seinem Affenmenschen-Monolog „Bericht für eine Akademie“ diesen
Riss zwischen Natur und Zivilisation, Ursprung und Fortschritt spürbar gemacht: anhand eines für
Hagenbecks Tierpark gefangenen Affen, genannt „Rotpeter“, der schmerzhaft lernen musste, was es
heißt, ein Mensch zu werden. Nun soll der Affe Rechenschaft ablegen über sein „äffisches Vorleben“.
Doch das Martyrium seiner Anpassung an die vermeintliche Krone der Schöpfung stellt viele Wert- und
Vorurteile auf den Kopf. Wo Wissenschaftler ihre Augenbrauen heben, ringt und redet Rotpeter um sein
Leben. Wo von der „Freiheit des Menschen“ die Rede ist, sucht er verzweifelt nach einem Ausweg.

Diese Grenzziehung behandelt Friedrich Engels in seinem Fragment „Anteil der Arbeit an der
Menschwerdung des Affen“. Diesen zweiten Text zieht Becker als Folie für seine Figur und die Geschichte
unserer Naturentfremdung heran, um deutlich zu machen, dass für jeden Fortschritt ein hoher Preis gezahlt
werden muss, der sich am Ende zu dem summiert, was wir heute erleben: Hunger, Artensterben,
Klimawandel, Kapitalismus, Flucht – auf einem unbewohnbaren Planeten.

– King Kong hat umsonst geliebt –

Pressestimmen zu den letzten Zwei in zumeist ausverkauften Häusern und unter stehenden Ovationen
gefeierten Aufführungen „Ich, Judas“ und „Caligula“ mit und von Ben Becker:

„Große, intelligente Schauspielkunst.“(WAZ Bochum)

„Ben Beckers schauspielerische Leistung war eine Offenbarung. Eine Offenbarung dessen, was in diesem
Genre machbar ist. Damit legt er die Messlatte für alle Kollegen der Weltbühnen mehr als hoch, denn was
Becker zeigte, war kein »Spiel«. Es war echt, war in genau diesem Moment erlebt, gelebt, entstanden und
tief empfunden, sodass sich das dem Alltag entrückte Publikum als Zeuge der hoch dramatischen
Ereignisse fühlen musste und sich mit Haut und Haar dem empathischen Sog hingab“.
(Traunsteiner Tagblatt)

„…. aber doch ist er allein die Aufführung, die anderen sind Gäste in seinem Reich…“
(Süddeutsche Zeitung)

„….wie Ben Becker in der Titelrolle auf der Bühne steht, ist das fast beschämend unterhaltsam, so ähnlich,
als ob Peter Ustinov als Nero das brennende Rom besingt.“ (Bayerischer Rundfunk)

„Virtuos vorgetragen in einer Kirche vor gefühlt 1000 Leuten. Das kann, das schafft nur einer.“
(Thüringer Landeszeitung)

„…Eines allerdings möge,…, definitiv stehen bleiben – “Es gibt nicht viele wie ihn.“
(OM, Culturalscene Reviews)

Hintergrund: Der Künstler Ben Becker
Seit Jahrzehnten prägt der 1964 in Bremen geborene Schauspieler Ben Becker die Film- und Theaterlandschaft in
Deutschland. Seine Filmographie ist beeindruckend. Unvergessen sind seine ausdrucksvollen Rollen in „Schlafes
Bruder“, „Comedian Harmonists“ oder „Ein ganz gewöhnlicher Jude“. Im Kino (zuletzt mit einer Gastrolle in „Werk ohne
Autor“ und als Stimme von Shir Khan in „Das Dschungelbuch“) ist er ebenso präsent wie im Fernsehen, dort wird er ab
Ende des Jahres in gleich zwei neuen „Tatort“-Filmen zu sehen sein.
Er ist einer der wenigen unangepassten und unabhängigen Freigeister des Landes, der es geschafft hat, durch seine
unglaubliche Präsenz in seinen Theaterrollen(zuletzt in der Titel-Rolle „Caligula“ im Salzburger Landestheater und
Hamburger St. Pauli Theater) und mit seinen vielumjubelten Eigeninszenierungen („Berlin Alexanderplatz“, „Die Bibel“,
Ich, Judas“) in der Kultur- und Theaterszene wesentliche Maßstäbe zu setzen.

Was macht den Schauspieler Ben Becker aus?
Er geht auf der Klaviatur der Gefühle auch dorthin, wo es weh tut – und ist dabei dennoch so lebendig und
mitreißend, dass sich der Zuschauer gern gefangen nehmen lässt. Er bedient mit seiner Authentizität die Sehnsucht des
Publikums nach Inhalt und Substanz. Ben Becker ist unbedingt glaubwürdig mit einer harten und einer weichen Seite,
die er auf der Bühne virtuos abruft und in der Öffentlichkeit als Facetten seiner Persönlichkeit offenbart, ohne jede
Eitelkeit.
Der überwältigende Erfolg des anspruchsvollen Programms „Ich, Judas“ zeigt, dass es eine große, oft unerfüllte
Bereitschaft des Publikums nach einer existentiellen und intensiven Form der Auseinandersetzung mit großen Themen
gibt. Ben Becker ist einer der wenigen Künstler unserer Zeit, der mit Genialität und Sensibilität dieses Bedürfnis erfüllen
kann.

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